Der Darm, ein Ökosystem, auf das wir aufpassen sollten!

Darm


„Im Darm sitzt der Tod oder das Leben“


Dieser Ausspruch wird sowohl dem griechischen Arzt Hippokrates, als auch Paracelsus, der im 16. Jahrhundert die Medizin revolutionierte, zugesprochen.


Egal wo wir hingehen, ständig sind wir begleitet von mikroskopisch kleinen Mitbewohnern. Ca 100 Billionen Bakterien leben auf und in unserem Körper. Die meisten davon im Verdauungstrakt.


Zum Glück machen die aller meisten uns nicht krank, sondern sind sogar nützlich. Sie trainieren unser Immunsystem und verhindern, dass sich Krankheitserreger ausbreiten. Wieder andere produzieren Vitamine und Nährstoffe. Auch die Verdauung wird von Bakterien beeinflusst.


Allerdings gibt es auch Mikroben, die im Verdacht stehen dick zu machen. Sie verlangsamen den Stoffwechsel. Mehr über den Darm und den Stoffwechsel gibt es in diesem anschaulichen Video.

Über Jahre hinweg machen sich die wenigen Kalorien täglich doch in Fettpölsterchen bemerkbar.

Darm

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Also gilt es, wie der Name schon sagt, die „für das Leben“ (Probiotika) vorhandenen Bakterien, zu stärken. Damit erreichen wir eine Stimulation des Immunsystems, also ein prima Schutz für die kalten Wintermonate.


Aber mal ganz ehrlich. Es gibt zig Angebote im Supermarkt von probiotischen Lebensmitteln. Ich frag mich immer ob die alle halten, was sie versprechen?


Klangvolle Namen wie “ Digestivum Essensis“ oder „Lactobacillus Casei Defensis“ stehen auf den Joghurt und Milchdrinks. Fast wie ein Beipackzettel eines Medikaments liest sich der Inhalt. Alles probiotische Zusätze, die unseren Darm stärken und Abwehrkräfte mobilisieren sollen. Ein Becher am Tag wird empfohlen, das freut die Unternehmen und steigert die Gewinne.

Probiotika sind Milchsäurebakterien, die natürlich in unterschiedlichen Lebensmitteln vorkommen. Wie zum Beispiel in Sauerkraut, Sauerteig, Naturjoghurt, Buttermilch und Kefir.


Gelangen Probiotika aktiv in unseren Darm?

Während die in den Nahrungsmitteln natürlich vorkommenden Bakterienstämme die Magen-Dünndarm-Passage kaum überleben, sind Bakterien-Zusätze meist Magensäure resistent und erreichen „lebendig“ unseren Darm. Unterschiedliche Bakterienstämme wirken sich einerseits auf unser Immunsystem, andererseits auf unseren Darmtrakt positiv aus.

Die Wirkung von probiotischen Bakterien auf den Darm wurde bislang am häufigsten untersucht. Dr. rer. nat. Michael de Vrese, Wissenschaftler an der Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Kiel sagt:

„Probiotische Bakterien konnten die Häufigkeit der Erkrankungen reduzieren“.

Vermutlich machen „die guten Bakterien“ den „schlechten Bakterien“ den Platz streitig und verstärken das antibakterielle Milieu im Darm. Durchfälle in Folge einer Antibiotikabehandlung passieren sehr häufig. Darum verschreibt der Arzt, meist erst auf Nachfrage des Patienten, parallel ein Probiotikum, um die Darmflora wieder in Balance zu bringen. Antibiotika zerstören nämlich das natürliche Milieu der Darmbakterien und Menschen reagieren mit Durchfall, Übelkeit, Sodbrennen und Magenschmerzen. Probiotika bauen die natürliche Darmflora wieder auf.

Darm schlank

Schlank durch gute Darmbakterien?

Wir sind beim Essen nicht allein. Auch da sind kleine Helfer in Form von Bakterien im Einsatz. Seit geraumer Zeit stehen Mikroben, wie die Darmbakterien auch genannt werden, im Verdacht dick zu machen. Sie werden in Verbindung mit dem Stoffwechsel gebracht wie ich eingangs bereits erwähnt habe.

Studien mit Mäusen haben ergeben, dass diejenigen, die vollkommen frei von Bakterien aufwuchsen, ein Drittel mehr gefressen haben als, diejenigen, die eine ausgeglichene Bakterienbesiedlung im Darm hatten. Somit auch das Fettdepot deutlich kleiner war.
Als man die Mikrobenbesiedelung der ersten Mäuse auf ein normales Niveau anhob, näherte sich ihr Gewicht von dem der anderen Mäuse an.

Allerdings ist eine unterschiedliche Bakterienmischung Voraussetzung für eine gute Energiebilanz.
Also wie viel Energie der Mensch aus der jeweiligen Nahrung beziehen kann. Wissenschaftler sind sich in diesem Punkt einige, dass eine artenreiche Lebensgemeinschaft im Darm als förderlich für das Wohlbefinden gilt. Nicht nur im Hinblick auf das Körpergewicht, auch das Immunsystem profitiert von diesem Artenreichtum.


Wer effektiv und dauerhaft abnehmen möchte sollte seinen Körper darauf vorbereiten, in dem er Schadstoffe, Schlacken und Zellmüll zunächst ausleitet. Das geht am einfachsten mit einer Darmflora begünstigenden Körperreinigungskur.

Sie reinigt mit pflanzenreichen Ballaststoffen und sorgt gleichzeitig für ausreichend Vital- und Nährstoffe. Kann man so etwas noch ideal in den beruflichen- und familiären Alltag integrieren und ist es zeitlich absehbar, macht es Sinn so eine Reinigungskur zwei Mal jährlich durchzuführen.

Sunny

 

 

Als Dipl. Ernährungscoach begleite ich dich gerne dabei und gebe dir Tipps und Anregungen, damit es kein Verzicht, sondern ein Schritt in dein Wohlbefinden ist. Profitiere jetzt von meiner 30 Minuten Gratisberatung per Telefon oder Skype.


Der Darm, ein Ökosystem

Wie in einer Wohngemeinschaft leben Darmbakterien in unserem Körper. Ein kleines Ökosystem, das geschützt werden sollte. Jeder Bewohner hat sein Zimmer und seine definierte Aufgabe. Was diese Gemeinschaft bedroht sind steril Industrienahrung, keimtötende Arzneimittel wie Antibiotika oder desinfizierende Reinigungsmittel. Aus diesem Grund raten Forscher zur Zurückhaltung, sonst kippt dieses empfindliche Ökosystem und Krankheiten, Autoimmunleiden, Übergewicht und Stoffwechselstörungen, Asthma, Allergien und Infektionen werden begünstigt.


Welche Nahrung fördert eine gute Darmflora?

Der Mikrobiologe Jens Walter von der University of Alberta rät zu einer abwechslungsreichen Kost mit hohem Pflanzenanteil. Der Ballaststoffanteil bildet einen guten Nährboden für allerlei Bakterienstämme. Zudem sei von industriell verarbeiteten Lebensmittel Abstand zu nehmen und man sollte nur in Notfällen auf Desinfektionsmittel, antibakterielle Haushaltsreiniger und Medikamente zurückzugreifen.

Ballaststoffreiche Nahrung bildet die sogenannten Präbiotika:

  • allerlei Gemüse und Obst
  • Äpfel zum Beispiel am Besten mit der Schale essen
  • Leinsamen
  • Haferkleie
  • Chiasamen
  • Getreide

Probiotika befinden sich in:

  • Dickmilch
  • Kefir
  • Joghurt
  • Sauerkraut
  • Rote Beete
  • Salzgurken

Durch Lagerung und falsche Konservierung können bereits wertvolle Bakterien verloren gehen. Daher immer auf Frische bei Gemüse und Obst achten.


Fazit:Darm

Wie schon so oft und mit allem im Leben, die gute Mischung macht es aus. Buntes Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide, Sauermilchprodukte und ein Lächeln für andere.

Verzichte auf Lebensmittel, die quadratisch, rund oder rechteckig sind, ein Kleinkind nicht aussprechen kann oder von dem die Grossmutter noch nichts gewusst hat. Dann kannst du davon ausgehen, dass du für deinen Darm alles richtig machst.


Bleib neugierig und let your day be a sunny day

Sandra Mack