Ketchup, die rote Verführung

Ketchup eine beliebte Zutat bei jedem 3. Haushalt in Deutschland. Jedoch die Inhaltsstoffe sind mit reichlich Zucker, raffiniertem Salz und Weinbrandessig, um nur die Hauptbestandteile zu nennen, reichlich ungesund. Rote, sonnenverwöhnte Tomaten…Fehlanzeige! 

Ketchup

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In meinem heutigen Beitrag erfährst du, warum du um Ketchup einen Bogen machen solltest und wie du die rote Beilage selbst und einfach zubereiten kannst.

Ketchup ein Gemüse?

Im europäischen Vergleich ist Deutschland mit 80000 Tonnen Ketchup ganz weit vorne.

In den 80er Jahren gab es den Versuch, den roten Dip sogar als „Gemüse“ zu deklarieren, um den Konsum an Gemüse bei Kindern in Schuleinrichtungen zu steigern.

Leider haben die sonnen gereiften Tomaten nichts mehr mit dem roten Inhalt in der Flasche zu tun. Es ist ein reines Industrieprodukt mit hauptsächlich ungesunden Inhaltsstoffen wie

Glukosesirup, Salz, billigem und geschmackfreiem Essig und vielen Gewürzextrakten.

 

Was genau ist an Ketchup ungesund?

Zunächst ein mal wird das gesamte Ketchup sauer verstoffwechselt. Das liegt hauptsächlich an dem hohen Zuckergehalt, der bei 25g pro 100g roter Masse liegt. Aber auch die weiteren Zutaten dienen nicht der Gesundheit.

 

Zucker:

Zucker Ketchup

Im Ketchup finden wir raffinierten Haushaltszucker und Glukosesirup, der meist aus Maissirup besteht. Maissirup ist in der Food-Industrie noch gern gesehen, da es billig und in grossen Mengen vorhanden ist. Heutzutage ist „Corn syrup“ zumeist genverändert und reduziert unseren Körper.

 

 

Am meisten wird unser Darm in Mitleidenschaft gezogen. Die Darmflora verabschiedet sich, was sich nicht selten in

Müdigkeit, Konzentrationsverlust, Pilzbefall und Hautkrankheiten

bemerkbar macht.

 

Essig:

säurebildende Lebensmittel

Die Nahrungsmittelindustrie verwendet fast ausschliesslich Weinbrandessig, der ebenfalls sauer verstoffwechselt wird.

Dieser Essig ist günstig, da er unkompliziert aus Mais, Zuckerrübenmelasse und Getreide destilliert wird. Verdünnt ist er ergiebig und geschmacksneutral. Zugefügte Aromen verleihen ihm im Nachhinein seinen Geschmack.

 

Jodiertes Speisesalz:

Die Bezeichnung „Salz“ auf der Verpackung deutet auf raffiniertes Speisesalz hin.

Es wird gerne als Konservierungsmittel eingesetzt. Durch die chemische Reinigung verliert es sämtliche wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium und Kalium. Und alles, damit es an Haltbarkeit, Geschmacksneutralität und Rieselfreudigkeit gewinnt.

Zusätzlich wird noch Fluor und künstliches Jod beigemengt. Angeblich zu Gunsten unserer Gesundheit.

Leider ist das Gegenteil der Fall.  Letzteres ist im Verdacht Schilddrüsenerkrankungen auszulösen und Fluor ist ein Industriegift.

 

Gewürzmischungen:

Kräuter Ketchup

Kräuter versucht man vergeblich in der süssen, würzigen Masse zu finden. Meist bestehen diese Würzmischungen aus dem Suchtmittel Glutamat und anderen chemisch erzeugten Aromen, die mit duftenden Gartenkräutern nichts gemeinsam haben.

 

 

Das alles sind gute Gründe auf herkömmliches Ketchup zu verzichten und es sich einfach selber herzustellen.

 

Die richtigen Zutaten für ein selbstgemachtes Ketchup sind entscheidend:

Reife Tomaten sind reich an Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien und Vitaminen. Das allein freut ihr Herz-Kreislauf-System und beugt der Hautalterung vor.

 

Gut zu wissen:

Die enthaltenen Antioxidantien,wie das Lycopen, kann laut Studien bei gekochten Tomaten besonders gut vom Körper aufgenommen werden. Grund dafür ist die hohe Bioverfügbarkeit von Lycopen in gekochten Tomaten.

 

Apfelessig, roh und ungefiltert ist eine Wohltat für den Darm. Er unterstützt bei

Gelenkproblemen, Sodbrennen und Darmirritationen.

Durch die Fettaufspaltung hilft er auch bei einer Gewichtsreduktion.

Aufpassen, in Supermärkten wird häufig gemogelt und einfacher weisser Essig mit Aromen versehen und als Apfelessig verkauft. Hierbei lieber mal in Bioläden schauen.

 

Die Süsse im Ketchup

Honig Ketchup

Es muss nicht immer Zucker sein. Rohhonig, also naturbelassener Honig, ist eine tolle Alternative. Er wird nicht hocherhitzt und enthält so noch viele Vitalstoffe, Mineralien und Vitamine. Ausserdem ist seine antibakterielle und oxidative Wirkung sehr geschätzt, in dem er Entzündungen lindert.

In Massen verzehrt ist er ein richtiges Kraftpaket.

 

Was gibt deinem Ketchup letzendlich den Geschmack?

In der karibischen Küche ist Piment ein beliebtes Gewürz, das die europäische Küche durch Christoph Kolumbus eroberte. Übrigens genauso wie Vanille und Paprika.

Piment kennt viele Namen. Auch als Nelkenpfeffer oder Viergewürz bekannt. Es ähnelt dem Geschmack von Pfeffer, Zimt, Muskat und Nelken.

Verwendet werden die unreifen Früchte, des bis zu 12 Meter hohen Immergrünbaumes. Diese enthalten die aromatischen, ätherischen Öle.

In Deutschland wird Piment häufig in der Wurstherstellung und in der Weihnachtsbäckerei verwendet.

Piment Ketchup

 

Piment gibt dem hausgemachten Ketchup seinen runden Geschmack. Zudem ist es reich an Antioxidantien, zügelt den Appetit und regt die Verdauung an.

Antioxidantien neutralisieren freie Radikale im Körper, die für Krankheiten und körperliche Reduktionen verantwortlich sind.

 

Salz:

Zuletzt schau ich noch auf das Salz, was in herkömmlichen Ketchupflaschen meist chemisch gereinigt als Natriumchloridisolat enthalten ist.

Besser versorgt uns naturbelassenes Kristall- und Meersalz mit Mineralien und Spurenelementen. Naturbelassenes Meersalz wie Fleur de Sel bereichert unsere Küche und belebt den Gaumen.

Ketchup

Rezept für ein selbstgemachtes Ketchup:

 

  • 200g Tomatenmark (aus 100% Tomaten)
  • ¾ Tasse Wasser
  • 2 Esslöffel roher, ungefilterter Apfelessig
  • 2 Esslöffel Rohhonig
  • ½ Teelöffel Kristall- oder Meersalz
  • 1 Zwiebel gehackt
  • 2 Prisen Piment
  • 2 Prisen Gewürznelken
  • nach Belieben Knoblauch oder Chili zugeben

 

Zubereitung:
Alle Zutaten (ausser den Honig) in einen mittelgrossen Kochtopf geben und bei gutem Rühren zum kochen bringen. Bei geschlossenem Topf und gelegentlichem Umrühren 20 Minuten köcheln lassen. Am Ende den Honig dazugeben.

Nach dem Abkühlen kann das Ketchup problemlos in einem geschlossenen Gefäss im Kühlschrank gelagert werden. Guten Appetit!

 

Bleib neugierig und let your day be a sunny day 😉

Sunny Mack