Saft-Dschungel-Hättest Du es gewusst?

Sich in diesem Saft-Dschungel auszukennen ist eine wahre Herausforderung.
Nicht immer, wenn Frucht oder Obst auf der Verpackung steht, ist es automatisch lohnenswert für unseren Körper.

Saft

Lecker und mit vielen Vitaminen so könnte man meinen, ist ein Glas Apfelsaft besser als ein Glas Cola.
Leider können wir einige Fruchtsäfte mit flüssigen Süssigkeiten vergleichen. Es lohnt sich gerade hierbei die Unterschiede zu kennen.

 

 

Achtung-Säfte als Wasserersatz und als Dauergetränk sind unvorteilhaft

Mit Saftkuren werden oft Diäten und Entgiftungen unterstützt.

Zugegeben sind Säfte für eine Diät äusserst ungeeignet. Durch ihren hohen Zuckergehalt in Form von Glukose und Fruktose enthalten Säfte sehr viele Kalorien.
Kalorien ist die enthaltene Energie, die ein Nahrungsmittel an den Körper abgibt. Wird diese Energie jedoch nicht in so einer erhöhten Dosis benötigt, wird sie in Form von Fett gespeichert.

Cola Saft

So ist zum Beispiel der Zuckeranteil in Apfelsaft höher, als der von Cola. 
Wobei ich dem Apfelsaft in diesem Fall trotzdem dem chemischen Süssgetränk den Vorrang gebe ;-).

 

 

Also gegen ein Glas frisch gepressten Saft, der noch reich an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen ist, ist nichts einzuwenden.
Gerne presse ich mir eine Orange aus am Morgen und ersetzte so einen Anteil Milch in meinem Müsli.

Säfte sind meist gefiltert und das Obst geschält und enthalten somit nicht mehr den gleichen Ballaststoffanteil wie die Frucht, die man isst.

Auch der Vitamin C Gehalt in Säften geht durch die Produktion zum grössten Teil verloren. Denn Vitamin C ist lichtempfindlich, das heisst auch Saft in Weissglasflaschen enthält nahezu kein Vitamin C mehr.

 

Gemüsesaft

Saft

Ich bin begeisterter Gemüsesafttrinker, denn so erhalte ich alle wertvollen Ballast- und Nährstoffe aus dem Gemüse, ohne gross kauen zu müssen.

Ich bin ein Minimalist und eine Mutter von 3 Gemüsemuffel.

 

 

Der Vorteil bei Gemüsesäften liegt eindeutig in dem geringen Fruchtzuckergehalt, sowie den Ballaststoffen und Mineralien. Besonders im grünen Gemüse finden sich reichlich basische Mineralstoffe. Daher gern mal einen „grünen Smoothy“ über den Mittag zu sich nehmen. Er hält satt, ist schnell zubereitet und kann mit Gewürzen, wie Chili, Pfeffer….variiert werden um den Stoffwechsel anzuregen.

Fruchtsaftkonzentrat

Saft

Unter Vakuumbedingungen wird dem Saft das Wasser entzogen, nach dem der Hersteller, die Aromen konserviert hat. Dieses günstige und einfacher zu transportierende Konzentrat, kann weltweit viel kostengünstiger verschickt werden. Man muss vor Ort dann nur noch Wasser dazu geben und vermischen. 
Du ahnst schon wie viele Vitamine und Nährstoffe noch im Konzentrat enthalten sind….

 

DirektsaftSaft

Im Gegensatz zum Konzentrat, werden beim Direktsaft, das ganze Obst gepresst oder zunächst zu Maische verarbeitet und dann gepresst. Hierfür werden reife, frische oder haltbar gemachte Früchte verwendet. Der trübe Saft enthält noch viele gute Inhaltsstoffe. Er wird direkt abgefüllt oder zuvor gefiltert bevor er den Weg in den Handel antritt

 

Fruchtnektar

Das sind die Zuckerbomben unter den Fruchtgetränken. Sie enthalten einen gesetzlichen Mindestgehalt an Fruchtsaft oder Fruchtmark zwischen 25% und 50% je nach Frucht. Bei Johannisbeere, Banane, Mango liegt die vorgeschriebene Mindestmenge an Fruchtsaft/Fruchtmark bei 25%. Holunderbeere, Quitte und Pfirsich bei 50% . 
Der Nektar wird aus Konzentrat und Wasser hergestellt. Der Zuckergehalt darf bei den Nektaren 20% des Gesamtgewichts ausmachen. Wobei auch Honig zugelassen ist.

 

Fruchtsaftgetränk

Saft

Etwas auf das man getrost verzichten kann. Denn nur unter dem Mikroskop könnte man noch etwas gesundes entdecken. 
Der Fruchtanteil beträgt je nach Frucht zwischen 6 %( Zitrusfrüchte) und 30%(Kernobst/Trauben). Vervollständigt wird das Getränk mit Wasser, reichlich Geschmacksträger in Form von Zucker und Aromen. 
Es kommt einem Sirup sehr nahe. Leider findet man diese Fruchtsaftgetränke in bunter Verpackung, mundgerecht mit Strohhalm gern als Pausengetränk bei Kindern oder für „unterwegs“.

Generell ist gegen ein Glas Saft am Tag nichts einzuwenden, solange es möglichst frisch gepresst ist. Die Menge macht den Unterschied. Solange man Obst- und Gemüsesäfte nicht als Hauptgetränk oder gar als Gemüse- / Fruchtersatz über den Tag zu sich nimmt ist frischer Saft gesund.

 

Grundsätzlich sind dunkle Säfte reichhaltiger an Antioxidantien.

Da, wie bereits erwähnt, Vitamin C als stärkstes Antioxidant lichtempfindlich ist, sind braune Flaschen oder Tetrapack dem Weissglas vorzuziehen.

 

Welche Säfte sind zu bevorzugen, wenn man seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte?

 

Cranberrysaft/Preiselbeersaft

Die säuerliche, fast bittere Frucht der Cranberry unterstützt die Blasenfunktion und enthält frisch sehr viel Vitamin C. Da kommt es wiederum auf den Hersteller an, wie er den Saft gewinnt und in welcher Form er in den Handel kommt.
Auch die Preiselbeere enthält diese sekundären Pflanzenstoffe-Proanthocyane- ein Farbgeber, der einer Blasenentzündung vorbeugen soll in dem er Koli-Bakterien den Kampf ansagt.

Saft

 

Roter Traubensaft

Dieser Saft enthält wie Rotwein auch wertvolle Flavonoide. Diese unterstützen das Herz-Kreislauf-System in dem genannten Antioxidantien freie Radikale abfangen und so Krankheiten abwehren.

Freie Radikale sind die „Schlägertruppe“ in unserem Körper, die einerseits Erreger bekämpfen, andererseits aber auch grossen Schaden anrichten, indem sie sich auf die intakten Zellen stürzen und zerstören. 
Diese freien Radikale gilt es mit Antioxidantien in Schach zu halten, damit die Gratwanderung zwischen zu wenigen und ein Überhandnehmen der freien Radikale gelingt.

Auch der Tomatensaft stärkt Herz und Kreislauf dank sekundären roten Pflanzenfarbstoffes Lycopin. Gekochte, reife Tomaten entfalten noch intensiver, diesen wirksamen Stoff. Also gern auch mal auf eine Tomatensuppe zurückgreifen.

Saft

 

Karottensaft

Nein, für die Korrektur der Sehstärke reicht ein Glas Karottensaft nicht aus. 
Allerdings ist der leuchtende orange Saft reich an Vitamin A und dem Provitamin Betacarotin. Da dieses Vitamin fett löslich ist, sollte man zu einem Glas Karottensaft, oder überhaupt zu Karotten, ob in Babybrei oder im Gemüse ein Stück Butter oder Fett geben.

Nur so kann das Vitamin A und die Vorstufe Betacarotin vom Körper optimal aufgenommen werden und das Immunsystem stärken.

 

Ich hoffe ich konnte etwas Licht in den Saft-Dschungel bringen und ihr jetzt genau hinschaut beim nächsten Einkauf.

 

  • Ist die Flasche dunkel oder hell
  • Ist der Saft im Tetrapack
  • Was für eine „Saftart“ bevorzugt ihr

 

Bleibt neugierig und let your day be a sunny day

 

Sandra Mack